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Forex Blog Research – Staatsanleihen-Bewertung, Baustahl-Strafzölle und Bankenstresstest

Jul 31, 2016

Forex Research Staatsanleihenbewertung – Weitere Abflachung der Zinskurve wahrscheinlich

Die Notenabanken haben gegenwärtig wahrlich kein leichtes Spiel. Die EZB ist nach dem Brexit damit beschäftigt die Krise für die gemeinsame europäische Währung abzuwenden. Ob die Bankenkrise in Italien oder das Ausscheiden eines weiteren Mitgliedslandes aus der EU, beide Szenarien könnten der EZB hart zusetzen. Die US-FED muss besonders vorsichtig agieren, denn ein unüberlegter Zinsschritt würde die zarte Wirtschaftserholung in den Staaten im Keim ersticken, ganz zu schweigen von dem Aufwertungsdruck des Greenbacks, der ein mittleres Erdbeben an den Schwellenländermärkten auslösen könnte.

Die BoJ (Bank of Japan) kämpf bereits seit Jahren gegen die Folgen der Deflation. Auch wenn ihrerseits der Großteil der Staatsanleihen Nippons bereits aufgekauft worden ist, recht genützt hat das bisher kaum.

Es bleibt also festzuhalten: Die Zentralbanken, nicht nur die obigen drei, sondern die aller Industriestaaten haben stichhaltige Argumente ihr Arsenal an quantitativen Lockerungsmaßnahmen zu vergrößern oder das bereits vorhandene weiter einzusetzen. Die unübersehbare direkte Folge an den Bond-Märkten ist die Positionierung der Investoren am langen Ende der Zinsstrukturkurve.

Bei langlaufenden Bonds jedoch ist das Rückzahlungsrisiko wesentlich höher. Was die smarten Investoren deshalb mit Argusaugen beobachten ist die Sicherung der ziemlich niedrigen Finanzierungskosten seitens der Regierungen – bei gleichzeitiger Erhöhung der Fälligkeit von Verbindlichkeiten versteht sich. Eine weitere Abflachung der Zinskurven ist wahrscheinlich.

Forex Geopolitik – EU-Strafzölle auf Baustahl

Die EU macht in puncto Stahl mit hoher Ermüdungsbeständigkeit ernst. Neue Antidumping-Aufschläge oder Tacheless gesprochen Strafzölle wurden auf Importe aus China bis zum Juli 2021 verhängt. Die EU hatte bereits zum Beginn diesen Jahres, wenn nur vorläufig, Strafzölle eingeführt. Jetzt ist es jedoch beschlossene Sache. Die Höhe der Strafzölle reicht von 18,4 bis zu satten 22,5 Prozent.

Die Reaktion aus Peking kam prompt. Das Handelsministerium sprach von einer „unangemessen“ EU-Entscheidung und von „Benachteiligung“. Eins wird daraus jedoch deutlich: die Fronten zwischen EU und China verhärten sich.

FX Makro Finance – Bankenstresstest deckt Schwächen in Irland und Italien auf

Der viel erwartete Bankenstresstest in 30 Sekunden: Die Kernkapitalquote der insgesamt 51 getesteten Geldhäusern ist auf nun 9,2 Prozent zurückgegangen. Besonders betroffen sind die Bank Monte dei Paschi in Italien und die Allied Irish (na, wo wohl?).

“The conventional view serves to protect us from the painful job of thinking.” – John Kenneth Galbraith

Tipp: Börsenüberblick eines passionierten Terminhändlers nutzen.

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