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Forex Zinsen Research – PBoC, Goldman Sachs und Euro-Dollar-Parität

Nov 23, 2015

Forex Makro – PBoC-Zinsen wohl kein Allheilmittel für globale Ökonomien

Das Drehen an der Zinsschraube kann manchmal die falsche Strategie sein. Der aufmerksame Blick richtet sich nach China. Im Reich der Mitte hat die PBoC (People's Bank of China) in diesem Jahr exakt sechsmal an der Zinsschraube gedreht, um die Leitzinsen zu senken. Die Ergebnisse belaufen sich zumindest bisher auf Zero, denn weder konnte den Unternehmen eine Erleichterung der Finanzierungskosten präsentiert werden, noch konnten anderweitig ökonomische Impulse gesetzt werden.

Es bleibt nur zu hoffen, dass der erhoffte Reservewährungsstatus des Renminbis von den Marktteilnehmern als potenzielles Stärkesignal gewürdigt wird und somit positive Impulse für die lahmende chinesische Volkwirtschaft hervorbringt. Dies wiederum würde sich positiv auf die komplette Weltwirtschaft auswirken. Sollten jedoch die politischen Entscheidungsträger in Peking scheitern, so stünden die globalen Ökonomien vor einem ernsten Problem.

EZB-Zinsen und Deutschland – „Leben von der Substanz“ in der BRD

Auch in der Bundesrepublik macht sich nach Angaben des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) eine zunehmende Ungleichheit breit. Man lebt hierzulande nach Angaben von Marcel Fratzscher, dem Präsidenten des renommierten Instituts, „von der Substanz“.

Da dürfte sich der VW-Skandal nicht gerade positiv auswirken, zumal das chinesische Absatzwachstum aufgrund der dortigen Wirtschaftsakühlung einzubrechen droht. Festhalten kann man: Die EZB-Politik der niedrigen Zinsen hat bisher wenig gefruchtet.

Devisen Research – Goldman Sachs zu Zinsen und Forex: Euro-US-Dollar-Parität

Man muss kein Raketenwissenschaftler sein, um die Zeichen in der Eurozone richtig zu deuten. Die Eurozone ist dazu gezwungen die Märkte weiterhin mit ultrabilligen Geld zu fluten. Auch Jörg Kukies von Goldman Sachs sprach in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ von einer Ausweitung des EZB-QE-Programms und von noch niedrigeren Zinsen im Euroraum.

Der Co-Chef sieht den Euro im Wechselkurs zum US-Dollar in Q1/2016 gar bei 0,95. Da die US-Investmentbank für ihre präzisen Vorhersagen bekannt ist, sollte man sich davor hüten gegen dieses Szenario zu wetten. Für den US-Zinssatz geht Kukies von einer Erhöhung um 0,25 Prozent im Dezember dieses Jahres und von weiteren Erhöhungen um bis zu einen Prozentpunkt im nächsten Jahr aus.

GIPS-Banken – Eurogruppe gibt für Griechen Mittel frei, Bad Bank in Italien

Wie schlecht es um die Peripherie der Eurozone wirklich geht, dies führen einem die dort ansässigen Kreditinstitute vor die Augen. Die GIPS-Banken kämpfen ums Überleben. Das zweitgrößte Institut Griechenlands, die Bank Piraeus, stand in den vergangenen Wochen immer wieder vor dem Abgrund. Ein großer Schritt nach vorn kann in diesem Fall die falsche Strategie sein. Beim letzten EZB-Stresstest wurde bekanntlich eine riesige Kapitallücke festgestellt, die nur noch durch staatliche Rettungsfonds geschlossen werden kann.

Das Bankinstitut konnte jedoch nach eigenen Angaben 1,34 Milliarden Euro von privaten Investoren einsammeln und somit das Schlimmste abwenden. Die Eurogruppe um Jeroen Dijsselbloem hat zudem die Mittelauszahlung für die Bankenrekapitalisierung in Griechenland genehmigt. Insgesamt zehn Milliarden Euro sollen in den GIPS-Staat fließen.

Die Lage in Italien gestaltet sich nicht viel anders. Die Regierung um Premierminister Renzi musste tief in die Tasche greifen, um 3,6 Milliarden Euro aufzubringen und zahlreichen Regionalbanken aus der prekären Lage zu helfen. Geplant ist zudem nach Insiderkreisen die Gründung einer italienischen Bad Bank, die marode Kredite abwickeln soll.

Börse – Absturzpanik und Höhenrausch an Märkten

Die Luft an den Märkten wird dünner. Phasen von Höhenrausch werden oft von denjenigen der Absturzpanik abgelöst. Die Aktienmärkte konnten seit März 2009 teilweise mehr als 100 Prozent zulegen.

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Bildnachweis: pixabay.com