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Nikkei 225 wirklich im Höhenrausch? - Beflügelt China Börsen in Asien?

Sep 09, 2015

Nikkei-225-Fakten – China stabilisert, Abe pumpt

Die Anstrengungen des chinesischen Wirtschaftsriesen und seine Stabiliserungsmaßnahmen bezüglich der eigenen Wirtschaft haben den Aktienmärkten, insbesondere dem japanischen, kräftigen Rückenwind verliehen. Sehr positiv wirkten sich auch die Steuererleichterungen aus, die der Präsident Japans, Shinzo Abe, den japanischen Unternehmen eingeräumt hat.

Zudem haben die Equitymärkte Japans von einem verbilligten Yen profitiert. Der japansiche Leitindex Nikkei-225 konnte den größten Tagesgewinn seit dem Jahr 2008 verbuchen, er verteuerte sich um satte 7,7 Prozent auf einen Stand von 18.770 Zähler.

Zusammengefasst kann man festhalten: Die Ankündigungen des chinesischen Finanzministeriums seine Steuerpolitik zur Stimulierung des Wirtschaftswachstums zu intensivieren, werden in der kommenden Zeit Infrastrukturinvestitionen in Höhe von 10 Milliarden Euro in die heimische Wirtschaft fließen lassen.

Dies dürfte die anhaltende Unsicherheit über chinesische Wachstumsaussichten in den Augen der internationalen Investoren zumindest etwas abschwächen. Ist dies nun positiv oder negativ zu werten? Nun, zunächst zu Japan und dem sogenannten Kursfeuerwerk: Die Stabiliserungsmaßnahmen Japans zielen weiterhin auf den alten Pfad ab, nämlich die Intensivierung des Pumpkapitalismus. Doch was ist mit China?

Globale Krisenwahrscheinlichkeit – China kontrolliert über Schwellenländer Ökonomien

Für die chinesische Volkswirtschaft kann das Szenario einer ernsten Wirtschaftskrise mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Zum einen ist die Kontrolle der Liquidität im eigenen Bankensektor weitgehend sichergestellt, zum anderen verfügt China über extrem hohe Devisenreserven. Zwar gibt es ab und zu Meldungen von Rekordrückgängen, aber man redet hier schließlich von sicher vorhandenen Devisenreserven in einem Umfang von 3,56 Billionen US-Dollar.

Die weltweite Krisenwahrscheinlichkeit hat mit dem Abwertungsszenario der chinesischen Landeswährung stark zugenommen, denn dies dürfte unweigerlich zu dem Dominoeffekt des Abwärtungsdruckes hinsichtlich der übrigen Schwellenländerwährungen führen. China kontrolliert somit über den starken Einfluss auf die Schwellenländer die weltweiten Ökonomien und hat somit zum gegenwärtigen Zeitpunkt nahezu alle Trümpfe in der Hand, die nach und nach auf den Tisch der globalökonomischen Tatsachen gelegt werden können.

Eurozone – Risiko geringer – Geldpolitik, Euro und Rohstoffpreise stützen

Die "Erholung" der Wirtschaft in der Eurozone könnte sich, sollte es keine unerwarteten Ereignisse geben, weiterhin fortsetzen. Die ultrabillige Geldpolitik, so wie man es von der EZB eben gewohnt ist, die damit verbundene schwache europäische Währung, die verbilligten Rohstoffe und nicht zuletzt der anhaltende Pumpkapitalismus, sozusagen der letzte europäische Trumpf der Kreditvergabe in den GIPS-Ökonomien, dürften den Karren weiter rollen lassen.

Eventuell könnte man noch auf die Gefahr der Corporate Bonds der Schwellenländer hinweisen, womit auch die europäischen Unternehmen früher oder später von der perfekten Konkurskaskadenwelle erfasst werden.

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