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Forex Trading – EUR/USD unsicher, DAX bekannt, Griechenland pleite

Apr 27, 2015

Griechenland – Prokopis Pavlopoulos beruhigt Gläubiger

Prokopis Pavlopoulos, der griechische Staatspräsident, hat den internationalen Gläubigern die Rückzahlung der gewährten Kredite zugesichert und zwar "bis zum letzten Euro". Die Strategie, die er bei diesem mutigen Vorgehen verfolgen möchte, legte der Staatspräsident leider nicht offen, zudem schloss er den Grexit kategorisch ab.

Das dem griechischen Staat auferlegte Sparprogramm war kaum wachstumsfreundlich, im Gegenteil, es brachte die ohnehin kriselnde Ökonomie auf Rezessionskurs. Jetzt versucht man auf griechischer Seite Zeit zu gewinnen und Gläubiger zu beruhigen.

Verhandlungen schleppend – Tsipras tauscht den Chefunterhändler aus

Der Regierungschef Tsipras spielt ebenfalls die Zeitkarte und zieht personelle Konsequenzen aus dem Verhandlungsdebakel um die griechischen Schuldenberge. Der neue ist Giorgos Chouliarakis und hat sich seine Sporen bereits als Unterhändler der alten Regierung verdient.

Euro – Unsicherheit überwiegt

Bei dem gegenwärtigen Finanzpoker zeigt sich im FX-Markt beim Eurohandel kaum überlegter Spielraum. Die europäische Leitwährung konnte zwar im Tagesverlauf die 1,090-Marke überwinden, dennoch überwiegt die Unsicherheit.

Der Bereich zwischen 1,0500 und 1,1050 wird seit geraumer Zeit von den Institutionellen genutzt.

Der deutsche Aktienindex ging wieder oberhalb der 12 000-Linie mit einem Zugewinn von 1,93 Prozent aus dem Handel.

Wirtschaftsdaten – Griechische Bankeinlagen und Schätzung für den VPI Euroraum

Die 12 000-Marke beim DAX kommt hierbei einem ziemlich bekannt vor. Bis Mittwoch wird sich an den Märkten kaum weltbewegendes zutragen.

Dann aber könnte es spannend werden, wenn die Zahlen für griechische Bankeinlagen offengelegt werden. Das Geld verlässt Griechenland gegenwärtig schneller, als es den Banken lieb ist.

Diese Signalwirkung für den absoluten Vertrausensverlust in den griechischen Staat und damit auch die Eurozone dürfte wieder etwas Entscheidungsfreude für größere Bewegungen auf die Märkte zurückbrigen.

Am Donnerstag werden die Zahlen für den Monat April bezüglich der VPI-Schätzung veröffentlicht. Für die Kernrate des Vebraucherpreisindex werden 0,6 Prozent nach 0,6 Prozent in der Periode davor erwartet.

Weitere Daten finden Sie im Smartest Finance Wirtschaftskalender.

China – Präzedenzfall bei riskanter Firmenanleihe

Bei der Baoding Tianwei Group handelt es sich um ein Staatsunternehmen Chinas, dessen Schuldverschreibungen eigentlich sicher sein müssten.

Dennoch kann das Unternehmen seine Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen. Baoding Tianwei Group musste vor der fälligen Zinszahlung in Höhe von umgerechnet 12,9 Millionen Euro passen. Die besagte Tranche der Unternehmensanleihen beläuft sich auf 1,5 Milliarden Yuan, sie wurde in 04/2011 ausgegeben.

Staatsschulden – Ein Spiel auf Zeit  

In den gleichen Ton bezüglich Verschuldung stimmte auch die zweitgrößte Ökonomie im Euroraum in der vergangenen Woche ein. Frankreichs Neuverschuldung lag laut Eurostat im Jahr 2014 bei 4 Prozent.

Die westeuropäische Industrie kann zwar zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf den starken US-Dollar setzen, der bei den US-Konkurrenten bereits deutliche Schrammen in den Bilanzen hinterlässt.

Ein schneller und bequemer Blick auf die Märkte?

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